Wer war „La bella principessa“?




Inhalt:
Ina Kosmos ist Expertin für Farben, eigentlich will sie selbst Künstlerin sein. Aber sie leidet seit zehn Jahren an einer Blockade, kann nicht zeichnen und malen und hat sich ganz auf die Förderung anderer Künstler spezialisiert. Als sie gezwungen ist, ihre Galerie aufzugeben, bricht für sie eine Welt zusammen. Sie erhofft sich Trost bei ihrem Freund, dem Kunstfälscher Zack Eisenfell, stattdessen versucht er sie zu überreden, in sein Geschäft einzusteigen. Da entdeckt Ina bei einer Auktion in London ein Frauenporträt, in dem sie einen noch unbekannten Leonardo da Vinci vermutet. Sie wird überboten, setzt aber fortan alles daran, das Bild zu finden und Leonardos Urheberschaft zu beweisen. Fünfhundert Jahre früher erlebt Georg Tannstetter, Sterndeuter und angehender Leibarzt des Kaisers Maximilian I., die Entstehung des Bildes am Mailänder Hof, an dem auch Leonardo da Vinci Hofkünstler ist. Allerdings wird Tannstetter von der Herzogsfamilie getäuscht und braucht viele Jahre, um dem Geheimnis des Porträts auf die Spur zu kommen.

Ein atmosphärischer, inspirierender, farbenprächtiger Roman über den Kosmos der schönen Künste und die Kraft der Kreativität.


Ich bin Stephanie Schuster.
Herzlich Willkommen auf meiner Website.

Nach vielen Jahren mit verschiedenen Pseudonymen veröffentliche ich im März 2018 meinen ersten Roman unter meinem richtigen Namen. Das Buch ist eng mit meinem eigenen Leben verwoben, denn es geht um Kunst. Auf Grund der Recherche besitze ich nun viele Regalmeter mehr, vollgestopft mit Büchern über die Renaissance, Leonardo da Vinci, die Farbenherstellung usw. Das Schönste beim Schreiben dieses Romans aber war, dass ich dadurch wieder zu meiner eigenen Malerei zurückgefunden habe. Schließlich begann meine Biografie mit der KunstIn "der Augenblick der Zeit" geht es um ein bis heute in seiner Echtheit umstrittenes Gemälde von Leonardo da Vinci. La bella prinicipessa. Zur Recherche war ich mit meinem Mann zusammen in Mailand, wo der "Uomo Universale" viele Jahre als Hofkünstler der Sforzas verbracht hat. 




Als Marina Pocci illustriere und schreibe ich Kinderbücher. 

Hier ist mein Portfolio: 




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Sarah Haag
Literaturagentin

Keil & Keil Literatur-Agentur

Schulterblatt 58
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Hier schreibe ich über 
Bücher, anderer Autoren, die mich begeistern, erstaunen, beschäftigen, inspirieren. Neuerscheinungen, Klassiker aus meinem Bücherregal. Gelegentlich auch über Enttäuschungen, Bücher, die zuviel versprochen haben. Aber wie immer gilt, jedes Buch schlage ich mit Neugier auf, bereit, in die Geschichte oder die Bilder einzutauchen...



Sebastian Bonset
In eigener Sache
Online-Marketing und Social Media für Kreative

Wie schafft man es, unter all den vielen Kreativen, die sich in sämtlichen Online-Plattformen tummeln, aufzufallen? Wie kann man Kunden gewinnen, wird überhaupt von potenziellen Auftraggebern entdeckt? Dazu braucht es Plan und Strategie. Dies und vieles mehr bietet Sebastian Bonsets Buch. Es hilft, wie man ein eigenes Profil und ein passendes Social-Media-Konzept entwickelt.
Man erhält nicht nur einen ausführlichen Überblick über die sozialen Medien und Designerwebsites, hier findet man auch Tipps, um ein eigenes Netzwerk aufzubauen. Der Autor zeigt wie man die Zielgruppe eingrenzt und erläutert detailliert die Möglichkeiten und Chancen, die das Internet bietet. Angefangen bei der richtigen In-Szene-Setzung der eigenen Werke, um überhaupt aufzufallen bis zu den richtigen Schlüsselwörtern für die Suchmaschinen und zu einer Beratung in rechtlichen Aspekten, die sog. Stolperfallen beim Online-Marketing. Das Buch schließt mit Tipps für die eigene Erfolgs-Analyse. So gelingt die Kundengewinnung in nachvollziehbaren Schritten. Die Gesamtgestaltung des Buches ist außerdem eine Augenweide, ausführlich wird der Text von erhellenden Abbildungen begleitet. So macht Arbeiten Spaß!
„In eigener Sache“ ist ein unentbehrlicher Ratgeber für alle, die ihre Werke online präsentieren wollen und Hilfe für die Präsentation und Akquise suchen.







Arno Geiger
Unter der Drachenwand
Roman

Russland 1944. Der Soldat Veit und Ich-Erzähler ist tapfer. Schwer verwundet liegt er im Lazarett und bleibt weiterhin optimistisch. Natürlich versteht er, dass eine Schmerzbetäubung nur den ganz harten Fällen zur Verfügung steht. Seine Wunden eitern und wuchern, kaum geheilt, wird er entlassen. Er ist froh, dem Krieg zu entkommen und zurück in sein österreichisches Heimatdorf zu dürfen. Doch bei seiner Mutter hält er es nicht lange aus, er zieht unter die Drachenwand, einen Berg. Dort begegnet er zwei Frauen. Eine traumatische Dreierbeziehung beginnt. Drei Menschen, die mit ihrer Angst, ihren schrecklichen Erinnerungen zurechtkommen müssen. Halb im Tagebuchstil, halb im Stil von Feldpostbriefen wird erzählt. Reflektionen an ein unbekanntes Gegenüber gerichtet, helfen die marternden Gedanken abzulegen und Platz für neue zu machen. Die Geschichten sind trotzdem aus der Distanz erzählt und entfalten zugleich eine Sogwirkung, die den Leser mitten in die verletzten Seelen hineinkatapultiert. Zwischen großer Tragik blitzt im Laufe des Romans zarte Poesie auf. Arno Geiger bringt das „Was-wäre-Wenn“ von damals ins heute, so unmittelbar, dass beim Lesen der Atem stockt.





Elena Favilli und Francesca Cacallo
Good Night Stories für Rebel Girls
übersetzt von Birgitt Kollmann

100 bedeutsame Frauen aus aller Welt und allen Jahrhunderten werden auf hundert
Doppelseiten vorgestellt. Von der Tatookünstlerin bis zur Aktivistin, von der Seglerin bis zur Zarin. Auf der linken Seite in einer Kurzbiografie und auf der rechten Seite in einem Porträt, von insgesamt sechzig Illustratorinnen gestaltet. Das ist ein großer Lese- und Betrachtungsgenuss und ein wunderschöner Bildband, der in jedem Haushalt liegen sollte. Viele der prominenten Lebensgeschichten sind bekannt, werden hier aber unter dem Aspekt der Emanzipation präsentiert oder besser gesagt, des Rebellentums, manche der Frauen sind neu zu entdecken. Besonders die Illustrationskunst beeindruckt sehr, da die Künstlerinnen in ihren Porträts wirklich das Werk und Wirken der jeweils vorgestellten Frau eingefangen haben. So ist zum Beispiel das Porträt der polnischen Malerin Tamara de Lempicka, deren Berühmtwerden keineswegs gradlinig verlief und die durch Madonna Weltruhm erlangte, im Stil ihrer Gemälde gemalt. Oder das Porträt der Leichtathletin Wilma Rudolph, die durch die Zielschnur sprintet, ist mit zarten Buntstift erfasst. Auf der letzten Doppelseite ist Platz für die eigene Geschichte und ein Selbstporträt.

Gewidmet sind diese Gutenacht-Geschichten allen rebellischen Mädchen dieser Welt, träumt größer, zielt höher, kämpft entschlossener und im Zweifelsfall merkt euch, ihr habt recht.

Buchinfos: 224 S. Hanser Verlag, Hardcover mit vielen Illustrationen






Nava Ebrahimi
Sechzehn Wörter

Eine junge Iranerin namens Mona, die in Deutschland aufgewachsen ist, fährt zur Beerdigung ihrer Großmutter in den Iran und setzt sich, sich auf einmal weder Köln noch in der Heimat ihrer Verwandten zugehörig fühlend, mit ihren Wurzeln auseinander. Da ist die Sprache, in der schon einzelne Wörter Geschichten erzählen. „Hätte ich seine Worte ins Deutsche übersetzt, wäre mir ein Schauer über den Rücken gelaufen.“ (S.64) Ein Leben zwischen Tradition, politischer Willkür und Witz, den besonders ihre Großmutter innehatte und den Mona geerbt hat. Sie war „großzügig mit Liebe, verschwenderisch mit Verwünschungen.“ (S. 45) Sechzehn Wörter, sechzehn Kapitel. Eine eigenwillige Liebesgeschichte und die Suche nach der eigenen Identität. „Der Iran und ich, diese anstrengende On-Off-Beziehung…“ (S. 40) Dabei wird das Fremde zum Vertrauten und das Vertraute entdeckt Mona neu. Ein besonderer Roman einer jungen Erzählerin, die in Teheran geboren ist und heute mit ihrer Familie in Graz lebt.

Buchinfos: 320 S. btb Verlag, Hardcover



Paul Lowe

Meisterklasse Fotografie - Die Kreativgeheimnisse der großen Fotografen 


Wie fängt ein gutes Foto den Blick des Betrachters ein? Worauf achteten bekannte Fotografen, als sie ihre gerühmten Bilder schossen? Dieses Buch lehrt es uns. Die Auswahl von 100 herausragenden Aufnahmen berühmter Fotografen ist thematisch zusammengestellt und wird jeweils mit einer umfassenden Analyse und einer Beschreibung der technischen Details begleitet. Wir erfahren etwas über Entstehung der einfühlsamen Porträts, Landschaftsaufnahmen, Reportage- und bekannten Modefotos, die natürlich auch im Buch zu sehen sind. Das ist für jeden, der Fotos liebt, für Kreative aller Sparten interessant und inspirierend. Das Layout und die Aufmachung dieses Bildbandes erinnern an ein Arbeitsbuch und das ist auch die Intension. Ein Lehrgang zur Meisterklasse und eine spannende Einführung in die bewegende Geschichte und Praxis der Fotografie.

Buchinfos: 288 S. Prestel Verlag, Paperback mit vielen Abb.



Günther Jakobs
Reittier und sein Ritter Otto/ Ritter Otto und sein Reittier
Wende-Pappbilderbuch

Das Wort Reit rückwärts gelesen ergibt Tier. Günther Jakobs neues Kinderbuch sprüht vor originellen Einfällen. Die Geschichte ist in Reimen erzählt. Dass Autor und Illustrator ein und diesselbe Person sind, merkt man dem Buch an, es ergänzt sich perfekt in Bild und Wort. Die Geschichte vom mutigen Otto, der nicht zu spät zum Turnier kommen will, nur weil er ein kleines bisschen verschlafen hat. Er rennt los und hat gar nicht merkt, dass er, ja, etwas, vergessen hat. Wie auch, unterwegs muss er eine Reihe Abenteuer bestehen. Und wie es sich für einen echten Ritter gehört, ist sogar ein riesiger Drache dabei. Aber Otto ist nicht nur mutig, sondern auch schlau. Dreht man das Buch, wird die Geschichte aus Sicht des Reittiers erzählt. Das sucht Otto und erlebt dabei genauso Spannendes, sodass die beiden schließlich überglücklich in der Mitte auf einander zulaufen. Denn was reimt sich auf VERSÄUMT …?
Ein großer Vorlese- und Schauspaß für Helden jeden Alters.  



Buchinfos: farbig illustriert, Hardcover, Carlsen Verlag





Sempé
Kindheiten
Bildband mit Interview


Wer noch in letzter Minute einen Geschenktipp braucht und etwas sucht, dass jeden 
berührt, dem empfehle ich diesen großformatigen Bildband voller feiner Cartoons des französischen Meisters der Zeichenkunst. Die Kinder sind im Verhältnis zu den meist spießigen Erwachsenen wirklich klein, sie wurlen herum, sind kaum zu bändigen, treten in Rudeln auf oder stehen einsam am Strand, um sie herum die große Welt. Einer meiner Lieblingscartoons ist, wie die Mutter ihren Jungen am Fuß der Wendeltreppe auffangen will, aber er ist längst über das Geländer hinaus vorbeigewitscht. 

Manches wirkt wie hingehaucht, mit der zartesten Feder festgehalten. Es sind keine Schenkelklopferlacher, die die Bilder erzeugen, sondern es ist ein leiser, tiefsinniger, ja manchmal auch wehmütig stimmender Humor. Begleitet werden die zart-liebevollen Hommagen an die Kindheit von einem Interview mit Jean-Jacques Sempé. Ausführlich erzählt er darin von seiner eigenen Kindheit, die wenig glücklich war und wie er trotzdem das Beste daraus machte. Es steckt also auch noch philosophische Weisheit zwischen den Seiten. Mehr braucht es nicht, um glücklich zu lesen und zu lachen.



Buchinfos: 272 S., großformatiges Hardcover, Diogenes Verlag





Sebastian Smee
Kunst und Rivalität
Vier außergewöhnliche Freundschaften

Manet sticht auf ein Doppelporträt ein, das sein Freund Degas von ihm und seiner Frau gemalt hat. Im Wettstreit mit Matisse verändert Picasso seinen Kunststil radikal und malt eines seiner berühmten Meisterwerke. Francis Bacon und Lucian Freud verbindet die Selbstzerstörung. Man könnte als Leser fast meinen, große Kunst entstehe nur unter extremen Bedingungen. Der Pulitzer-Preisträger Sebastian Smee schreibt in diesem Buch über vier enge Künstlerfreundschaften und erzählt durch die Verknüpfung bisher unbekannter Zusammenhänge neue Geschichte über die großen Meister. Freundschaft und Rivalität, ein Aufreiben zwischen Bewunderung, Affären, Schaffenskrisen und Erfolgen. Dies macht Malerei aus, in ihr steckt oft mehr als ein Leben, die Kraft der Auseinandersetzung, die gelebte Zeit, der Kampf um das Erringen des Ausdrucks, den man sich als Künstler als inneres Ziel gesteckt hat. Darum faszinieren solche Meisterwerke auch noch in unserem Zeitalter der einfachen Reproduzierbarkeit. Matisse und Picasso, Manet und Degas, Pollock und de Kooning, Freud und Bacon. Diese acht Porträts lesen sich wie spannende Miniromane von dramatischer Wucht. Und nach einem Aufatmen wird man mit neuem, erfrischtem Blick in die Museen gehen.


Buchinfos: 398 S., Hardcover, Insel Verlag




Campi & Zabus
Magritte
Dies ist keine Biografie
Graphic Novel

Wieder eine Perle unter den Graphic Novels. Diesmal geht es um Magritte, die beiden Künstler, Thomas Campi (ein australischer Illustrator) & Zabus (ein belgischer Autor) haben versucht, den ganzen Zauber des Surrealisten zu verfassen und neu interpretiert. Das bietet Raum für eine eigenwillige Geschichte, in der der Held, ein Mann namens Charles, der den typischen Magritte-Hut, die Melone, nicht mehr absetzen kann und dabei eine verschobene Wirklichkeit erlebt. Das ist ein Hochgenuss für den Betrachter, in farblich und zeichnerisch stimmungsvollen Panels findet man das ganze Universum von Magrittes Werken, dazu eine Reihe philosophischer Gedanken. Denn Charles wurde auserwählt, die Geheimnisse des Malers zu ergründen. Wenn nicht, bliebe der Hut für immer auf seinem Kopf kleben. Das muss verhindert werden. Also los.  

Buchinfos: 64 S., Hardcover, Carlsen Verlag, zur Leseprobe geht's hier.




Franz Hohler
Das Päckchen
Roman

Aus Neugierde hebt Ernst den Hörer eines öffentlichen Telefons ab und wird mit Ernst angeredet. Obwohl es sich um eine Verwechslung handeln muss, besucht er die alte Frau, die ihn für ihren Neffen hält. Sie vertraut ihm ein Päckchen an, darin ist ein mittelalterliches Buch. So nehmen die Verstrickungen seinen Lauf. Und Ernst lügt sich von einer Ausrede zur nächsten, um der wertvollen Handschrift auf die Spur zu kommen. Genau auf diese leise, gemächliche, aber hartnäckige Art zieht der neue Roman des Schweizer Schriftstellers und Kabarettisten den Leser in den Bann. Bald ist man dicht an Ernst’s Seite und will einfach wissen, was es mit dem alten Wörterbuch auf sich hat und wie es entstand. Dazu erzählt Franz Hohler auch aus der Sicht des Skriptors, der als Benediktinermönch mit Frau und Kind von Kloster zu Kloster zieht. Das liest sich spannend und vergnüglich, ein Buch das viel Spaß gemacht hat.

Buchinfos: 222 S., Hardcover, Luchterhand Verlag




Hannah Coler
Cambridge 5 - 
Zeit der Verräter
Roman

Zu Beginn sind wir mitten drin, im beschaulich ruhigen Leben eines Geschichtsprofessors. Er analysiert seine Mitmenschen, die, die mit ihm bei Tisch sitzen. Erst nach und nach stellt sich heraus, dass einige von ihnen eine Vergangenheit als Spione haben. Wie der Titel sagt, spielt der Roman in Cambridge. Es geht um Verrat und die Verwicklungen von Spionage bis heute, um fünf Studenten, die sich in den 1930er Jahren vom russischen Geheimdienst anheuern ließen und jahrzehntelang erfolgreich Informationen weitergaben. Das verwickelt den Geschichtsprofessor Hunt in einen Mordfall in der Gegenwart. Der Titel und auch das Cover suggerieren einen Agenten-Thriller, was in die Irre führt. Das Buch ist ein Roman, der nicht mit Krimispannung aufwartet, sondern ganz aus der Innensicht der Figuren erzählt.  Man merkt der Autorin an, dass sie Historikerin ist, sie legt großen Wert auf Details. Das liest sich teilweise recht wissenschaftlich nüchtern. Vielleicht wäre ein erzählendes Sachbuch für dieses spannende Thema das bessere Genre gewesen.

Buchinfos: 417 S., Hardcover, Limes Verlag



Efa/Rubio
Monet
Auf den Spuren des Lichts

Ein wundervoller Prachtband ist diese Graphic Novel im Großformat. Die Lebensgeschichte des Malers Claude Monet, sein alltäglicher Kampf, sich und seine Familie überhaupt mit seinen Bildern, die heute unbezahlbar sind, über Wasser zu halten. Der Autor Salva Rubio und der Zeichner Ricard Fernandez, der sich Efa nennt, erschufen eine spannende Geschichte, in Sprechblase und atemberaubend schön gemalten Bildern erzählt. Zu Beginn wird der Maler an den Augen operiert, er soll sich schonen und blickt ins Innere, erinnert sich an sein Leben. Sein Wunsch schon als Junge Künstler zu werden, einen anderen Weg zu gehen, als die akademischen Maler, bei der die Gemälde ausschließlich im Atelier entstehen. Seine Hartnäckigkeit, sein Ehrgeiz, trotz seines entbehrungsreichen Lebens seine Vorstellung von Malerei umzusetzen, den Impressionismus zu erfinden, und schließlich Anerkennung zu finden.  

Die Stimmungen der Szenen sind in Farben eingefangen. Die Gesamtkomposition über die Doppelseiten ist sehr gelungen. Auf den letzten Seiten sind die Bildzitate der Originalwerke von Monet im Vergleich mit den Panels der Graphic Novel dargestellt. Dabei erahnt man, wie viel mehr hinter dem fertigen Buch steckt, ein Mammutprojekt, das den Leser und Betrachter verzaubert und angesichts der Tragik von Monets Leben sehr nachdenklich stimmt.  





Gudrun Wegener
Kreativ sein, kreativ bleiben
Vom bewussten Umgang mit den eigenen Ressourcen

Als Kreativer setzt man nicht nur seine Arbeitskraft, sondern auch die ganze Persönlichkeit
ein, schreibt die Autorin im Vorwort. Mit Hilfe dieses Buches gelingt es, die eigene Schöpferkraft nicht bis zur Erschöpfung zu betreiben. Projektmanagement, Zeitfallen versus Fliegenfallen, die Kunst, ein gutes Ende zu finden u. v. m, erwartet den Leser in diesem inspirierenden Buch. Um die Übersicht bei mehreren Projekten zu behalten, stellt Gudrun Wegener, die selbst als Designerin arbeitet, mehrere Techniken vor, die analog oder digital genutzt werden können. Auch wenn man sich keinen Angestellten leisten kann, so gibt es doch Apps, die einiges an Arbeit abnehmen. Und bleibt am Ende doch noch genug zu tun, so gilt es die richtigen Pausen einzuhalten, das ist wie im Muskeltraining, auch Kreativität braucht Ruhe. Zu guter Letzt stellt die Autorin ihr eigenes Erste-Hilfe-Konzept für Motivationslöcher und gegen Aufschieberitis vor. Ein rundum gelungenes Buch, das sehr ansprechend gestaltet ist und allein schon beim Durchblättern und lesen für Ruhepausen in der Kreativität sorgt.

Buchinfos: 247 S., Hardcover, Rheinwerk Design Verlag


Robert Harris
München
Hörbuch
Gelesen von Frank Arnold

Robert Harris gilt als Spezialist für historische Stoffe, besonders deutsche Geschichte, die er als Engländer brillant weitergedacht hat, wie in seinen Romanen „Vaterland“ und „Enigma“, diesen Roman habe ich besonders gerne gelesen und fand ihn sehr spannend. „München“ spielt im September 1938 – in der bayerischen Hauptstadt oder wie es bald im Nazijargon heißen wird, in der „Hauptstadt der Bewegung“ treffen sich Hitler, Chamberlain, Mussolini und Daladier zu einer kurzfristig einberufenen Konferenz. Der Weltfrieden wird verhandelt und die Spannung zieht sich daraus, dass der Hörer weiß wie die Geschichte ausgeht. Harris schreibt wie immer sehr präzise, man hat das Gefühl mit am Verhandlungstisch zu sitzen. Detailreich und mit besonderen Charaktereigenschaften schildert er die Figuren, auch die des Widerstands. Geschickte Verhandlungstaktik, Winkelzüge kommen zum Einsatz. Trotzdem ermüdet man beim Hören ein wenig, allzu genau wird aus den wahren Dokumenten zitiert. Die Schauplätze sind letztendlich doch zu farblos geblieben, um bei mir Thrillerspannung zu erzeugen.

Hörbuchinfos: Random House Audio, gekürzte Lesung



Heute mal kein Buch, obwohl diese lustigen Grunzkarten aus den Bilderbüchern "Krümel und Fussel" stammen. Ich habe sie Online bei der Autorin Judith Allert und  Illustratorin Joëlle Tourlonias bestellt. www.krümelundfussel.de
Dort gibt es auch noch mehr zu den witzigen Wollschwein-Geschichten, die voll aus dem Leben gegriffen sind. 

Allein der Umschlag der Grunzpost und der Stempel sind ein Vergnügen. FRÖHLICHE SCHWEINACHTEN!!! 




Alexander Kluy
George Grosz
- König ohne Land -
Biografie

Endlich gibt es eine umfassende Biografie über den Maler und Zeichner George Grosz, (1893 – 1959). Er war einer der schärfsten Satiriker der Weimarer Republik, aber seine Werke sind zeitlos und dadurch immer noch aktuell. Alexander Kluy zeigt anhand von bisher unveröffentlichten Dokumenten das Leben und den Werdegang dieses großen Künstlers, verknüpft wichtige politische und gesellschaftliche Ereignisse mit persönlichen Erlebnissen von Grosz. Als Georg Groß in Dresden geboren, will er früh Künstler werden, lernt erst in seiner Heimatstadt, wechselt bald nach Berlin, wo er den Dadaismus in Berlin mitbegründet. Dort legt er sich auch den englisch klingenden Namen zu, um der Kaiserregierung und ihrem vorherrschenden Anti-Anglimus etwas entgegenzusetzen. Es folgt der Aufbruch nach Amerika und die Rückkehr in das Berlin der Nachkriegszeit, festgehalten in unzähligen Skizzen, Zeichnungen und Gemälden. „Grosz war eine Augenbestie, ein schamloser Exhibitionist, ein ironischer Lyriker, ein amerikanischer Wedekind, ein Eimer der Pandora! Aber auch ein Entertainer, ein Clown, ein Seiltänzer und Charmeur…Ein Künstler der Extreme, ein Mann grenzenloser Imaginationskraft – und auch Ehemann und Vater.“ Der Leser erlebt den Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts durch den Blick des Satirikers, begegnet wie nebenbei vielen anderen bis heute berühmten Künstlern. Eine Geschichte von Aufstieg und Fall, Leidenschaft und Tragik, quer durch die Welt, grandios erzählt und lange nachklingend.


Buchinfos: 482 S., Hardcover, mit vielen Abbildungen, DVA Verlag






Meine schöne Buchhandlung
Fotografien von Andreas Licht
Texte von Elizabeth Bandulet und Maria Platte

Das Kulturkaufhaus Dussmann in Berlin, die Hamburger stories!, das Heidelberger WortReich, die Buchhandlung zur Rose in St. Gallen oder Wortwahl – Salon für Buchkultur in München haben eines gemeinsam: Sie sind schön. Das Wörtchen gilt sonst als abgedroschen und zu allgemein, hier trifft es einen Kern. Die ausgewählten Buchhandlungen aus deutschen, österreichischen und schweizerischen Städten sind im Sinne Michael Endes schön, der in einem Interview sagte: „Für mich besteht das Schöne immer dort, wo eine Ganzheit von Herz, Kopf und Sinnen hergestellt wird, also dort, wo der Mensch in seine ursprüngliche Ganzheit wieder zurückversetzt wird.“ (in: „Kunst und Politik“, ein Gespräch zwischen Joseph Beuys und Michael Ende, Freie Volkshochschule Argental)
Die Fotos und Begleittexte machen Lust bei einer Städtereise diese Buchhandlungen zu besuchen. Jede hat ihren eigenen Schwerpunkt, es werden die Inhaber vorgestellt und auch ihre Beweggründe, sich in Zeiten des „Big Players auf dem Buchmarkt“, wie es im Text heißt, zu behaupten. Ein Laden für Bücher kann etwas, was die tollste Internetseite nicht beherrscht, sie spricht die Sinne an und sie stellt eine individuelle Auswahl vor, die dem Leser keine vorgekaute Kost präsentiert, sondern Entdeckungen und literarische Perlen aufspüren lässt. „Eine gute Buchhandlung ist mehr als eine bloße Verkaufsstätte – sie ist ein Ort der Begegnung und der Inspiration.“ Zitat S. 6.
Außerdem ist dieses Querformat-Buch ein Handschmeichler und eine Augenweide, mit Liebe zur Gesamtausstattung wie alle Bücher des Knesebeck Verlags.



Jeff Kinney
Gregs Tagebuch 12
Und Tschüss!

Eine Urlaubsreise über Weihnachten, noch schlimmer für Greg, ANSTELLE von Weihnachten, d. h. es gibt sonst keine Geschenke. Und das noch dazu, wo Greg noch nie in seinem Leben geflogen ist. Im ersten Teil des Buches geht es um die aufregende Flugreise mit allen Details. Endlich am Urlaubsziel, einer angeblich paradiesischen Insel, auf der seine Eltern waren, bevor er und seine beiden Brüder geboren wurden, läuft wie gewohnt vieles schief, oder eben anders als Greg es erwartet und erhofft.
Wer auch immer die Idee hatte, diese Insel als „Paradies“ zu bezeichnen, scheint ein ziemlicher Scherzkeks gewesen zu sein. Bei uns zu Hause stehen die Menschen an der Spitze der Nahrungskette. Aber auf der Isla de Corales frisst alles die MENSCHEN.“, sagt Greg auf S. 201. Wie immer ergänzen die genialen Bilder den Text, die Illustrationen sind also eigenständige Teile der Handlung, das macht die Reihe so besonders. Die Handlung ist allerdings etwas ruhiger geworden, nicht so „gagreich“ wie die ersten Bände der Reihe, wo man aus dem Kichern nicht mehr herauskam, doch wie immer gibt es einen netten Spannungsbogen, die Kunst des Erzählens beherrscht der Autor nach wie vor. GREG und die Familie Heffley hat sich längst einen festen Platz in der Comic-Roman-Welt geschaffen und bleibt einfach ein Lese- und Betrachtungsgenuss!

Hier ist der Link zu Gregs Website.
Buchinfos: 216 S., Hardcover, mit vielen Illustrationen, Baumhaus Verlag



Labor Ateliergemeinschaft
Ich so, Du so
Alles supernormal
Kinderbuch mit vielen Abbildungen

Jeder ist einzigartig! Ein wahrer Genuss für alle Sinne ist das neue Buch der Ateliergemeinschaft Labor, die aus einer Gruppe bekannter Illustratoren und Autoren besteht: Kirsten Fabinski,Zuni Fellehner, Anke Kuhl, Alexandra Maxeiner, Jörg Mühle, Moni Port, NataschaVlahović und Philip Waechter. Diesmal geht’s ums verschieden sein. Einer ist verträumt, einer groß, manche haben eine andere Hautfarbe. Was ist normal? Auf vielerlei Arten nähern sich die Künstler in diesem Buch dem Thema an, das macht großen Spaß, regt zum Nachdenken an und inspiriert, den Alltag und auch den Sonntag aus anderen Perspektiven zu betrachten. Philip Waechters ganz persönliche Katastrophe im ersten Schuljahr und wie sie sich wieder in Luft auflöste oder wenn man verliebt ist, ist nichts mehr normal. Eine Anziehpuppe ohne Genderzwang. Ein Fragebogen zum Ausfüllen oder kopieren und an Freunde zu verteilen. Wie der Adventskalender 1879 entstand, auf recht bescheidene Weise und vieles mehr. Dazwischen und auch zuletzt gibt es Interviews mit sehr persönlichen Fragen, gezeigt werden dazu Fotos aus der Kindheit der Befragten und als Fan der Ateliergemeinschaft darf man raten, wer sich dahinter im heute „gesetzten“ Alter verbirgt.


Buchinfos: 176 S., Paperback, mit vielen farbigen Illustrationen, Beltz & Gelberg Verlag








Ulf Nilsson
Ein Fall für Buffy
Kommissar Gordon-Reihe
illustriert von Gitte Spee
Kinderbuch

Was kann schlimmer sein, als die eigene Mama zu verlieren? Als Kommissar Gordon, ein Kröterich und seine neuen Hilfspolizisten Bert und Gertrud, eine junge Maus und ein Fröschlein, das hören, fangen sie zu weinen an. Und können fast nicht mehr aufhören. Buffy, eine Maus, die seit den vorigen Bänden der Reihe in der Waldpolizei arbeitet, erzählt von dieser Trennung oder eigentlich nicht, denn ihr fehlt die Erinnerung. Ihre Mama war einfach plötzlich weg, zusammen mit ihren vielen Geschwistern. Gordon ermittelt. „Allerdings konnte man bei Mäusen nie so ganz sicher sein…Vielleicht verließen Mäuse ihre Familie und verschwendeten dann keinen Gedanken mehr an die Sache. Man kann nicht davon ausgehen, dass sich alle wie eine ganz normale Kröte verhalten. Wir Tiere sind ja alle verschieden.“ (S. 28/29) Aber wie anfangen, wo sich Buffy doch an nichts erinnern kann? Da hilft bloß dichten, Gordon fordert seine Kollegin auf, Gedichte über ihre Mama zu schreiben und das tut sie und es hilft. Herrlich untermalt von den pastellfarbenen Illustrationen von Gitta Spee, sehen wir (Vor)leser eine Maus im großen Ohrensessel, vertieft ins Reimen. Mit diesen Versen als Reiseführer beginnt die Suche nach Buffys Herkunft. Mitzuverfolgen ist das Ganze im Vor- und Nachsatz auf einer wunderschön gezeichneten Karte. In diesem spannenden Abenteuer lösen Kommissar Gordon und seine Freunde den vielleicht allerwichtigsten Fall. Ein großer Genuss und Lesespaß für Groß und Klein.

Buchinfos: Moritz Verlag, Hardcover, 126 Seiten. Einen Blick ins Buch und weitere Infos, gibts hier. 



Carmen Korn
Zeiten des Aufbruchs
Hörbuch
Gelesen von der Autorin

Die Freundschaft von vier Frauen, die das Wirtschaftswunder nach dem Zweiten Weltkrieg auf ihre ganz persönliche Weise erleben. Wie schon im ersten Teil „Töchter einer neuen Zeit“ teilen Henny, Käthe, Ida und Lina auch in diesem zweiten Teil der sogenannten „Jahrhundert-Trilogie“ Glück und Leid im zerstörten Hamburg miteinander. Nun werden sie endlich belohnt für die Mühen des Wiederaufbaus. Mal spiegelt sich der Erfolg in den eigenen Kindern, mal, wie Lina, die eine Buchhandlung gründet, stellen sie selbst etwas auf die Beine. Ich gehe gerne in Lesungen, höre dem authentischen Ton der Schöpferin ihres Werkes zu. Ein Hörbuch ist für mich allerdings eine andere Ebene als eine Lesung, hier fiel es mir schwer, die schwankende, gefühlsbetonte Stimme der Autorin von der Geschichte zu trennen und somit ganz in den Text einzutauchen. Ich werde wohl besser meiner eigenen Stimme im Kopf folgen und die Geschichte als Buch lesen.


Hörbuchinfos: 9 CDs, gekürzte Lesung, Random House Audio



Markus Orths
Das Zebra unterm Bett
Illustriert von Kerstin Meyer
Kinderbuch

Ohne große Erklärung liegt eines Tages unter Hannas Bett ein echtes Zebra. Gerade als sie
mit ihren zwei Papas umgezogen ist, alles seine Eingewöhnungszeit braucht. Da kommt ein guter Freund an der Seite gerade recht. So kann Hanna sich kümmern, mit dem Zebra die neue Umgebung erkunden. „Bräuninger“, wie das Zebra heißt, begleitet Hanna nicht nur in die neue Schule, es wird sogar ihr neuer Mitschüler, was dem Direktor allerdings missfällt. Doch in der Schulordnung steht nichts über Zebras, und außerdem ist Bräuninger auch noch sehr gut in allen Fächern.
Markus Orths, dessen aktueller Roman „Max“ mich sehr begeistert hat, schreibt nicht nur für Erwachsene in einem ganz eigenen Erzählton. In diesem Kinderbuch gelingt es ihm mit wenigen Worte viel zu sagen. Perfekt ergänzen Kerstin Meyers aufs wesentliche reduzierte Aquarelle den Text. So bestehen Hanna und Bräuninger noch weitere Abenteuer in dieser vergnüglichen, rundum gelungenen Geschichte zum Vorlesen oder Selberlesen.






Andrea D’Aquino
Es war einmal ein Stück Papier
Das Praxisbuch Collagen

Man sieht Fotos, Farben, anregendes Papier und kombiniert es zu etwas Neuem, ergänzt es eventuell noch mit einer Zeichnung oder Wörtern. So entsteht eine Collage, mal ist die Idee vorher da, mal entsteht sie im Machen. „Hören Sie auf zu denken, alles müsse einen Sinn haben“, regt Andrea D’Aquino in ihrem Buch an. Denn oft ist die Kreativität nicht so laut wie der innere Kritiker, der alles in Frage stellt. Einfach loslegen, ausprobieren, mit Papieren und Formen spielen, bringt aber jeden Zweifler zum Staunen. „Machen Sie die ganze Welt zu Ihrer Palette.“ Wie, das zeigt die Autorin auf ungewöhnlich Weise, und sie gibt sogar Starthilfe. Die Inspiration springt die Leserin direkt an. Wer Schere und Kleber parat hat, kann sogar sofort loslegen, denn dem wunderschönen Buch ist eine Papiersammlung beigefügt, schnippeln erlaubt!


Buchinfos:
Hardcover, durchgehend farbig illustriert und Extra mit 50 Buntpapieren, 112 Seiten, Haupt Verlag


Walter Moers & Florian Biege
Die Stadt der träumenden Bücher
Teil 1: Buchhaim
Graphic Novel



Farbenprächtig, fantasievoll und detailreich entfaltet Florian Biege den ersten Teil des großen Romans von Walter Moers in diesem langersehnten Band. Die Geschichte ist für alle Vielleser gemacht, geht es doch um Bücherjäger, Büchermonster, Geschichtenerfinder und -finder, dunkle Antiquariate und unterirdische Bibliotheken. Spätestens jetzt weiß man, dass Hildegunst von Mythenmetz ein Drache ist und ganz Buchhain von nichtmenschlichen Wesen bevölkert ist. Nun hat die persönliche Fantasie, die sich vielleicht selbst (als nur drachenähnliches Wesen) durch die reinen Textseiten von Moers‘ Roman wandeln sah, eine beweiskräftige Ergänzung aus der Vorstellungswelt des Illustrators Florian Biege erhalten. Dass dabei durch die starke Kürzung des Textes, logischerweise hauptsächlich auf Sprechblasen beschränkt, etwas vom Moers’schen Sprachzauber verloren geht, ist schade. Aber uns bleibt ja noch das dicke Buch selbst zum Vergleich.

Buchinfos: Geb. durchgehend vierfarbig, 108 Seiten, Knaus Verlag



Deana Zinßmeister

Das Auge von Licentia

Jugendbuch

Für die einen ist es wie im Mittelalter, das Leben mit Wölfen und einfachen Gerätschaften, für die anderen eine Reality-Show; "Das Auge von Licentia" ist das erste Jugendbuch von Deana Zinßmeister. Sehr gekonnt verbindet die Autorin beide Welten, die voyeuristische Fernsehwelt mit einer zarten Liebesgeschichte. Man merkt wie immer bei all ihren Romanen, dass sie gründlich recherchiert hat, ob Drohnen oder der Umgang mit Wölfen, alles ist stimmig eingefügt. Bis sich das Geheimnis von Licentia lüftet, steigert sie die Spannung von Seite zu Seite und entlässt die Leser atemlos staunend. 

Buchinfos: 
Arena Verlag, Hardcover, 320 S.